Ich studiere (nicht nur) eine Sprachwissenschaft, weil:

Auch wenn sie eine für mich ungewöhnlich nutzlose Sprache ist, gehört Hawai'ianisch zu den interessantesten Sprachen, die ich kenne. Das liegt natürlich zu einem großen Teil an der geringen Zahl von Konsonanten und an der sehr großen Bedeutung der Vokale. Zum anderen.
Ich spreche kein Hawai'ianisch. Ich kenne niemanden, der das tut. Hawai'i ist am anderen Ende der Welt. (Und Teil der USA, die können Englisch.) Ich kann 'Wie geht es dir?' fragen und 'Es geht mir gut' sagen und noch einige andere Kleinigkeiten und vielleicht noch einige Nutzlosigkeiten, die man am besten gar nicht anwendet ('Dieses Baby ist so hässlich' gehört vermutlich dazu.).
Was ich aber verstehe:
'Makewai' bedeutet 'durstig'.
'Wai' ist 'Wasser'. Wie in Waikiki, das man vielleicht mit 'Wasser spritzend' übersetzen könnte.
'Make' ist 'wollen', aber nicht das 'wollen', das man verwendet, wenn man sagt 'Ich will dies und jenes (haben, tun...)'. Hier sagt man 'makemake'. 'Makemake au e heluhelu i ka puke.' - 'Ich will das Buch lesen.'
Eigentlich ist 'makemake' vielleicht 'wünschen', 'to desire', während 'make' 'to want' ist. Die Verdopplung verstärkt. Ich weiß nicht, in welchem Zusammenhang man nur 'make' verwendet.
'Makewai' bedeutet also eigentlich 'Wasser wollend'.
'Waiwai' ist ein Adjektiv und bedeutet 'reich'. Weil jemand mit viel Wasser reich ist. Er kann das Wasser nutzen, um Nahrung anzubauen.
9.4.11 23:38
 
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