Was ich beispielsweise auch nicht mag, sind unreflektierte Aussagen.
S. sagt, unter ihren Mitbewohnern seien auch ganz schöne Schweine. Und weil ich sie und die und anderer Leute Mitbewohner kenne: Das ist nicht wahr. Es gibt schlimme Mitbewohner und ich habe eine Vorstellung davon, wie es ist, mit jemandem zu wohnen, der tatsächlich ein Ordnungs- und Sauberkeitsproblem hat. Und dann gibt es die eigene subjektive Perspektive.
Die Sache ist: So eine WG ist eine eigentlich absurde Situation und man sieht Menschen, die man nicht besonders gut kennt, unter Umständen, unter denen man andere Menschen, die man auch nicht besonders gut kennt, nie antrifft.
Mitbewohner Nr. 1 ist der einzige von meinen, den ich auch mal zufällig außerhalb dieses Hauses antreffe und da ist er ein wirklich ziemlich durchschnittlich normaler Student, der manchmal ein bisschen unausgeschlafen ist und die Zigarette nicht aus dem Mund nimmt, wenn er spricht. In diesem Haus aber ist Mitbewohner Nr. 1 auch derjenige, dem die drei Liter abgelaufene Milch im Kühlschrank gehören und derjenige, bei dem wahrscheinlich die ganzen fehlenden Müslischüsseln sind und der sein Leergut so selten wegbringt und der erst Sonntags putzt und weil unsere Tagesabläufe nichts miteinander zu tun haben, hat er zu 50% keine Hose an, wenn ich ihn treffe, und das Zucken im Mundwinkel ist wahrscheinlich die einzige Begrüßung, zu der er ohne Kaffee fähig ist.
Und das ist in Ordnung. Denn als ich beschlossen habe, Mitbewohnerin dieser Mitbewohner zu werden, bedeutete das, dass ich beschlossen habe, damit Leben zu können, wenn ich Töpfe abwaschen muss, die ich noch nie benutzt habe, und wenn da fremde Haare in der Dusche sind und dass Mitbewohner Nr. 2 den Putzplan zwar als Informationsquelle, nicht aber als Auftrag betrachtet.
Jeder von uns hat Eigenschaften, die irgendwen stören und während irgendwer es vielleicht weniger toll findet, dass ich diejenige bin, deren Töpfe man abwäscht (ich hätte es ja getan, hätte ich die Küche betreten und gesehen, dass da ein Topf steht, aber dazu hätte ich ja einen Grund gebraucht, die Küche zu betreten, und den hab ich so selten), hat S. übrigens eine ungepflegte Haarbürste und mich persönlich stört das viel mehr als ein Topf von gestern. S. anscheinend nicht.
15.4.11 00:33


Ich studiere (nicht nur) eine Sprachwissenschaft, weil:

Auch wenn sie eine für mich ungewöhnlich nutzlose Sprache ist, gehört Hawai'ianisch zu den interessantesten Sprachen, die ich kenne. Das liegt natürlich zu einem großen Teil an der geringen Zahl von Konsonanten und an der sehr großen Bedeutung der Vokale. Zum anderen.
Ich spreche kein Hawai'ianisch. Ich kenne niemanden, der das tut. Hawai'i ist am anderen Ende der Welt. (Und Teil der USA, die können Englisch.) Ich kann 'Wie geht es dir?' fragen und 'Es geht mir gut' sagen und noch einige andere Kleinigkeiten und vielleicht noch einige Nutzlosigkeiten, die man am besten gar nicht anwendet ('Dieses Baby ist so hässlich' gehört vermutlich dazu.).
Was ich aber verstehe:
'Makewai' bedeutet 'durstig'.
'Wai' ist 'Wasser'. Wie in Waikiki, das man vielleicht mit 'Wasser spritzend' übersetzen könnte.
'Make' ist 'wollen', aber nicht das 'wollen', das man verwendet, wenn man sagt 'Ich will dies und jenes (haben, tun...)'. Hier sagt man 'makemake'. 'Makemake au e heluhelu i ka puke.' - 'Ich will das Buch lesen.'
Eigentlich ist 'makemake' vielleicht 'wünschen', 'to desire', während 'make' 'to want' ist. Die Verdopplung verstärkt. Ich weiß nicht, in welchem Zusammenhang man nur 'make' verwendet.
'Makewai' bedeutet also eigentlich 'Wasser wollend'.
'Waiwai' ist ein Adjektiv und bedeutet 'reich'. Weil jemand mit viel Wasser reich ist. Er kann das Wasser nutzen, um Nahrung anzubauen.
9.4.11 23:38


Es ist wie immer der Frühling.
Ein Morgen, der mit einer SMS beginnt und dann noch sechs weiteren, weil I. endlich, endlich nach Hause kommt, und mit Wasserminze und Babypuder und Rauch im offenen Fenster.
Und dann ist es ganz egal, dass Jack Johnson im Ohr nicht zu Klaviernoten passt, weil das Leben endlich wieder Leben ist und ich mich erinner, warum das eigentlich alles so wichtig ist.

7.4.11 17:09


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28.11.10 13:33


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